Viele von euch kennen wahrscheinlich schon die Geschichte von meinem kleinen 'Zorro' den wir im Oktober 2006 zu uns holten.

Der Kleine war der hübscheste Kerl der uns je untergekommen war. Wahrscheinlich deshalb konnten wir einfach nicht widerstehen, ihn von einem Hof mitzunehmen der alles andere als symphatisch und hygienisch wirkte.

Auch Herr K. selbst machte keinen guten Eindruck. Für ihn waren alle Hunde (und davon gab/gibt es reichlich auf dem Hof) nur 'Kakerlaken'. Die Welpen waren alle in einem kleinen Grünbereich untergebracht. Viele andere Hunde liefen entweder frei auf dem Hof herum oder waren in Zwinger eingesperrt.

Aber gut, der Kleine sollte es von nun an bei uns besser haben.

Nur 4 Tage später aber bekam unser Zorro schrecklichen Durchfall und Erbrechen. Der Tierarzt untersuchte ihn und stelle Parvovirose bei ihm fest. Nun gab es eigentlich nichts anderes mehr als Infusionen. Unser Kleiner überlebte widererwarten die Parvovirose, aber der zweite Schlag kam sofort. Er hatte 7fach so hohe Nierenwerte und das er noch nicht im Koma läge, sei ein Wunder. Am 06.12.06 ließen wir unseren tapferen Helden schließlich einschläfern. Er hat hart gekämpft aber es war für einen so kleinen Welpenkörper einfach unmöglich mit all dem fertig zu werden.

Als klar war, das er die Parvoviren von Herrn K. haben musste (beachtet man die Inkubationszeit von Parvovirose ist alles andere einfach unmöglich) riefen wir bei ihm an und fragten ob er nicht geimpft worden war und ob noch mehr Welpen befallen waren etc. Herr K. äußerte sich dazu nur, indem er sagte er habe sie impfen lassen und er wolle mit allem anderen nichts zu tun haben. Also riefen wir bei angegeben Tierarzt im Impfpass an und dieser meinte es kann gut möglich sein das er bei den ganzen Welpen einen vergessen habe...

Auch das Veterinäramt in Günzburg und die Polizei riefen an. Dort haben wir erfahren das bereits über 25 Anzeigen gegen Herrn K. vorlage, aber das anscheinend alles zur Zeit nur noch an der Staatsanwaltschaft liege.

Auch als wir im Januar nocheinmal anriefen hat sich immer noch nichts getan. Während ich im Internet immer wieder neue Anzeigen von Herrn K. fand, indenen er Labrador,- Beagle,- und Mischlingswelpen anbot.

Im Februar entdeckte ich schließlichi den Tierschutzverein in der Umgebung von Herrn K. Sofort nahm ich mit diesen Kontakt auf und bekam auch prompt eine Antwort.

 

"An diesem Hundehändler sind wir bereits seit langem dran, allerdings kann ich Ihnen per Mail gar nicht alles schildern, wäre viel zu lange und kompliziert! Dort herrschen katastrophale Zustände, ist auch alles bekannt und trotzdem hilft uns das Veterinäramt nicht, als letztes Jahr ein Teil der Zwinger ausbrannte, ich war vor Ort, von der Polizei gerufen, sind 11 Hundewelpen bei lebendigem Leib verbrannt, weitere ca. 50 Hunde, davon mindestens 3/4 Welpen ohne Mutter und niemals 8 Wo. alt husteten und hatten verklebte Augen usw. überall Rauch und Löschwasser, den Welpen lief das "Wasser vorne und hinten raus", wir haben im Ganzen Umkreis die Quarantänestationen in den Tierheimen freigemacht, sie hätten uns alle geholfen und wir hätten alle Hunde unterbringen können, aber Hr. Kreitmeier hat dies nicht erlaubt! Wir vom Tierschutz können ja leider nichts unternehmen, haben keinerlei rechtliche handhabe, ich habe dann mit dem Handy beim Vet.-Amt angerufen und rabaz gemacht, so dass diese Fr. Dr. G. sich dann doch noch bequemte her zu kommen, in der Hoffnung, dass sie einen Schlussstrich unter das Ganze zieht, aber Fehlanzeige!!!! Dass sie keinen der Hunde auch nur mit den Fingerspitzen berührt hat, brauche ich wohl gar nicht erst erwähnen! Wir mussten dann Bestandsaufnahme machen und die zu Hauf zusammengekauerten, nassen und von Fliegen übersähten Hundewelpen zählen, dirigiert von Fr. Dr. Gessler mit dem Ergebnis, dass nach ca. 4 Stunden 2 Hundewelpen, mehr tot als lebendig in die Klinik gebracht werden durften - wo sie dann auch starben. Den Rest mussten wir dann in einem Pferch (ehemalige Pferdebox) dunkel und nass und in den noch intakten Zwingern unterbringen, schließlich lassen sich die Hunde ja zusammenschieben. Und lt. Dr. Gessler lieben sie dies doch, sind doch Höhlenbewohner- so ihre Aussage wörtlich!!!! Und behandeln könne man sie auch hier! Die Zwinger entsprächen alle den gesetzlichen Vorschriften!

Ach ja, Pferdehandel darf er nicht mehr betreiben, da lief mal ein Verfahren, wg. illegalen Medikamentengaben usw. außerdem hat er diese selbst und ohne Narkose kastriert, was aber lt. Veterinäramt nichts mit Hunden zu tun hat !? Es sei dort immer alles in Ordnung!"
Noch während ich mit der Frau vom Tierschutzverein korrenspondierte gab es plötzlich eine überraschende Wende.
Meine Schwester erhielt eine Ladung von der Amtsgericht München. In Sachen Herrn K. gegen Tierschutzgesetzverstoß.
Am 19.04.2007 ist die Zeugenvernahme in München. Dort werden 3 Zeugen aus München vernommen.
Wann die Hauptverhandlung in Günzburg ist, konnten wir bisher leider noch nicht in Erfahrung bringen.

Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich sie natürlich sofort posten..

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